3 Fragen an: Alex Jung

Frisch, inspiriert und jazzig kommt die Erstveröffentlichung des Alex Jung Trios daher. Für Liebhaber gitarrenorientierten Jazz im Stile von Herb Ellis und Jim Hall ist die CD ein “Muss”. Das Trio musiziert unglaublich stilsicher und eingespielt. Deshalb spielen wir die Musik im Webradio und haben Alex Jung zum Kurzinterview gebeten.

_wsb_210x210_Cover+On+A+Misty+Nightkompgitarre.fm: Das Vorwort zu Eurer CD stammt von Peter O´Mara – Deinem Lehrer am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Er hebt Deinen persönlichen Stil hervor und gipfelt: “This is modern jazz guitar at its finest”! Wie sehr freut Dich ein solches Lob?

Alex Jung: Ich habe Peter während meines Studiums nicht nur als einen herausragenden Musiker und Lehrer, sondern auch als einen ehrlichen, aber immer fairen Kritiker kennengelernt. Peter ist ein wahrer Kenner der Jazzgitarre und besitzt neben einer  ausgeklügelten Konzeption, was das Spielen an sich angeht auch ein fantastisches Gehör. Da ist die Freude über ein solches Lob schon ziemlich groß!

gitarre.fm: Kenny Burell, Herb Ellis, Joe Pass und Jim Hall werden häufig in Zusammenhang mit Deiner Musik genannt. Stört Dich eine solche Zuordnung, oder findest Du Deinen Stil damit treffend umrissen?

Alex Jung: Diese Zuordnung stört mich nicht im Geringsten. Die genannten Vertreter sind ja die ganz großen Namen der Jazzgitarre und sicherlich echte Vorbilder  was eine, für mich authentische Spielauffassung angeht. Ich versuche in meinem Spiel  diese Authentizität zu waren und mit meinen Ideen zu verbinden – das macht im Trio sehr viel Spaß, weil man da ohne ein anderes Harmonieinstrument eine gewisse Freiheit hat. Ich würde mir  wünschen, dass meine Musik sowohl traditionelle Jazz-Hörer als auch Fans des Modern Jazz anspricht.

gitarre.fm: Das “Alex Jung Trio” wirkt auf der CD – es ist die Erstlingsveröffentlichung des Trios – unheimlich eingespielt. Wieviel “blindes Verständnis” und wieviel “Probenarbeit” und “Erfahrung” würdest Du dem zuordnen?

Alex Jung: Zuerst freut es mich, dass Du das so empfindest. Die Antwort ist gar nicht so einfach: Was das blinde Verständnis angeht, kann ich mich einfach glücklich schätzen, mit Michael und Johannes zwei Kollegen gefunden zu haben, die einfach wissen in welche Richtung die Musik geht und mit bestem Geschmack auch dieses Ziel verfolgen. Die Probenarbeit war eigentlich nicht sehr aufwendig. Ich habe mich selbst natürlich sehr gut auf die Aufnahmesession vorbereitet und die Arrangements mit Johannes geprobt. Michael, der ja ein sehr beschäftigter Drummer ist  hat dann all seine Erfahrung – auch speziell im Gitarrentrio – mit eingebracht und wie immer gut zugehört und interagiert.

Homepage von Alex Jung
Alex Jung bei Myspace

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